Kürzlich gefundenes Kirchenfenster gibt Rätsel auf.

"Love me, don't eat me."

„Love me, don’t eat me.“

Eigentlich sollte auf dem Gelände des heruntergekommenen Einkaufszentrums in der Nähe von Sheffield (England) ein neues Parkhaus gebaut werden. Doch schon zwei Tage nach Beginn der Baumaßnahmen entdeckte Bagger-Fahrer Barney seltsame Mauern im Erdreich. „Ich wusste sofort, dass da was nicht stimmt. Ich bagger schon seit 40 Jahren in dieser Gegend und sowas ist mir noch nie vor die Schaufel gekommen.“ Er sollte Recht behalten. Seit 3 Wochen sind Forscher aus aller Welt vor Ort, um das antike Mauerwerk freizuschaufeln. Jüngste Mutmassungen gehen davon aus, dass es sich um die Überreste einer alten Kirche handelt. Der Bürgermeister ist außer sich vor Freude: „Jahrzehnte lang wurde hier Konsum zelebriert, wo vor einigen Jahrhunderten heilige Messen zelebriert wurden. Dass wir diese Tradition quasi unbewusst fortgesetzt hatten, ist aus heutiger Sicht einfach großartig.“

Eine neueste Entdeckung gibt den Forschern und Gläubigen Rätsel auf:

Auf einem noch gut erhaltenen Kirchenfenster ist ein Fisch in einem Fischernetz zu erkennen, darunter die Aussage: „Love me, don’t eat me.“ Dass dieses Kirchenfenster ausgerechnet am Karfreitag freigeschaufelt wurde, lässt viele an ein Zeichen glauben. Einige Gläubige befürchten einen Streich der veganen Bewegung. Doch der Leiter der Ausgrabungen Arthur V. Wombat bestätigt die Echtheit des Fensters: „Wir müssen aus heutiger Sicht davon ausgehen, dass es damals schon die Erkenntnis gab, dass Fische auch Lebewesen seien. Das ist natürlich ein Schock für viele. Ich vermute, das hat vielen Anhängern damals nicht gepasst. Das könnte der Grund sein, wieso die Kirche zugeschüttet und darauf ein Einkaufszentrum errichtet wurde.“ Arthur V. Wombat fügt hinzu: „Fische haben einfach die Arschkarte gezogen in unserer Gesellschaft, damals wie heute. In der Bibel heißt es, man solle am Karfreitag auf Fleisch „der Tiere des Himmels und der Erde“ verzichten. Die im Wasser lebenden Fische seien davon also nicht betroffen. Das ist natürlich völliger Unsinn, als seien Fische keine fühlenden Lebewesen. Wir müssen davon ausgehen, dass es noch mehrere dieser Pro-Fisch-Bewegungen gab. Wenn das stimmt, müssen die Essensregeln am Karfreitag neu geschrieben werden.“

Text & Illustration: Steffen Kraft / iconeo

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