Somewhere in a parallel universe

Vegetarian Alien

„Es ist völlig in Ordnung Fleisch zu essen: Tiere sind unsere Untertanen. Wir können mit ihnen machen, was wir wollen, denn die Menschheit ist eine höher entwickelte Spezies. Spitze der Nahrungskette und so. Klar, Tiere haben Gefühle. Aber ich kann meine Gefühle ausblenden. Und sie schmecken halt so gut. Was soll man da machen? Es ist ja auch sowas wie Tradition. Da kann man doch nicht einfach aufhören Fleisch zu essen. Und sowieso: Alle essen Fleisch. Also ist das normal und gut so.“

Wieso nehmen sich die Menschen das Recht heraus, über andere Lebewesen zu herrschen? Sind wir denn darauf angewiesen Fleisch zu essen? Nein, natürlich nicht. Wieso tun wir es dann? Weil wir die Macht haben, weil niemand über uns steht. Angeblich. Doch irgendwo in einem Paralleluniversum sieht die Sache vielleicht ganz anders aus:
Da werden Menschen in Massenmenschenhaltung gezüchtet, mit Medikamenten vollgespritzt, gequält und getötet, damit Aliens fünf Minuten ihren Gaumen verwöhnen können. Frauen werden künstlich geschwängert, ihnen dann das Baby weggenommen und die Menschenmuttermilch an Aliens gegeben. Babys und Kleinkinder werden geschlachtet, weil das Fleisch so schön zart ist. In diesem Paralleluniversum sind wir nicht an der Spitze der Nahrungskette. Da ist es jemand anderes. Und die Menschen würden sich wünschen, „gäbe es doch mehr Vegetarier-Aliens!“.

Die Wahrheit in der Kunst

Wieviel Kükenschreddern steckt in jedem Ei?

Die Aufgabe der Kunst ist es nicht, das äußere Erscheinungsbild eines Gegenstandes darzustellen, sondern die tiefere Bedeutung. Ein Ei ist kein Ei. Ein Ei ist ein Wirtschaftsprodukt. Wirtschaftliche Interessen stehen hier über dem Lebewesen. Es wird damit kalkuliert, dass 50% der erzeugten Lebewesen Müll ist. Das Kükenschreddern der männlichen Küken ist laut Oberverwaltungsgericht Münster mit dem Tierschutz vereinbar. Klingt wie Satire, ist es aber leider nicht. Der Verbraucher hat es in der Hand, ob das Kükenschreddern weitergeht. Kuchen, Teig, Pfannkuchen und Co geht auch wunderbar ohne Ei. Das Internet ist voll mit guten Rezepten. Ob die Situation anders wäre, wenn  Hundewelpen bei lebendigem Leib geschreddert werden würden?

Lecker Lammfleisch?

Eine besorgte Mutter

Eine besorgte Mutter

Ein Lamm ist ein junges Schaf, das maximal ein Jahr alt ist. Ich glaube, das vergessen viele, die munter ein Lammgericht bestellen. Abgesehen davon, dass es in der heutigen Zeit überhaupt nicht mehr notwendig ist, Fleisch zu essen, finde ich es noch erstaunlicher, dass es viele als Genuss sehen, ein Baby-Tier zu verspeisen. Aber das Gemetzel geht weiter, denn der eigene Genuss für ein paar Minuten vollen Mund hat Vorrang.

Mal ein Geschenk an die Natur machen

geschenkpapier

Mal an Weihnachten kein frisches Geschenkpapier verwenden. Die Natur wird Danke sagen.

Warum nicht mal der Mutter Erde etwas zu Weihnachten schenken? Z.B. Bäume, die nicht gefällt werden müssen.
An Weihnachten werden tonnenweise Geschenke gekauft. Natürlich sollen diese Geschenke verpackt werden. Geschenkpapier wird aufwendig produziert: Es werden Bäume gefällt, verarbeitet und transportiert, das Papier wird dann mit mineralölhaltigen Farben bedruckt, um eine Rolle gewickelt, eingeschweißt und teilweise über Kontinente verschifft, bis es bei uns im Laden steht. Der Energieaufwand, der für ein paar Minuten Spannung unter dem Weihnachtsbaum benötigt wird, ist enorm.
Es geht auch kreativer: Wer die Geschenke nicht in Zeitungspapier einpacken will, kann z.B. alte Zeitschriften ausmisten und schöne Seiten davon verwenden, oder alte Bücher, Noten, Stoffreste, Tücher, Kalender … Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Natürlich lässt sich an Weihnachten noch mehr CO2 sparen, z.B. „nachhaltige Geschenke“ kaufen, weniger im Internet bestellen, oder einfach Zeit verschenken; auf die Weihnachtsgans verzichten und ein tierleidfreies Weihnachtsessen genießen (Weihnachten ist ja das Fest der Liebe).

Die Natur wird Dir Danke sagen und einen dicken Schmatzer auf die Wange geben.

Illustration: Steffen Kraft
Foto: Steffen Kraft