Just let go

Just OM the shit away.

Just OM the shit away.

Langsam einatmen. Kurz innehalten. Langsam ausatmen. Die Aufmerksamkeit liegt nur bei der Atmung. Beim Ausatmen ein langgezogenes Oooooooom sprechen, in einer Stimmhöhe, die als natürlich und angenehm empfunden wird. Ganz entspannt. Vielleicht spürst Du ein angenehmes Vibrieren, das vom Kopf in den ganzen Körper ausstrahlt. Kurz innehalten, nachwirken lassen und wieder einatmen. Dieser Vorgang kann nach Belieben wiederholt werden.
„OM“ ist ein Mantra, das oft zu Beginn und Ende einer Yogastunde von allen gemeinsam gesprochen wird. Es hilft, nervige Gedanken loszulassen und sich nur auf das Jetzt zu konzentrieren. Die Vibration des tiefen „OM“ massiert das Gehirn und beruhigt den ganzen Körper. Und vielleicht auch andere Körper um einen herum.

Der Eisbär

Es war einer dieser Übergangstage zwischen Spätsommer und Herbstkälte: Kinder mit Erdbeer-Eis und kurzen Hosen und alte Frauen mit Mänteln und Mützen. Also alles ganz normal. Bis auf das: Am Straßenrand sah ich einen Eisbären sitzen. Schwitzend. Er sah nicht aus wie vom Zirkus. Dafür war er zu ungeschminkt. Es schien eher, als hätte er eine lange Reise hinter sich.
„Haste mal ’n Eiswürfel?“ fragte er mich. Ich hätte Blickkontakt vermeiden sollen. „Äh tut mir leid.“ – „Crushed Ice geht auch.“ – meinte der Eisbär. „Mein Zuhause ist weggeschmolzen. Mit etwas Eis würde es mir besser gehen.“ – „Achso“. Ich schaute mich um und überlegte kurz, ob ich einem kleinen Jungen das Eis wegschnappen soll. „Hm, in meinem Kühlschrank ist noch etwas Platz. Willste da rein?“ Und so lief ich mit dem Eisbären nach Hause. Mittlerweile sehe ich immer mehr bettelnde Eisbären in der Innenstadt. Leider habe ich keinen Platz mehr für noch mehr Eisbären in meinem Kühlschrank. Nur ein paar Pinguin-Punks konnte ich noch aufnehmen.

"Got some ice cubes?"

„Got some ice cubes?“

Inktober

Manchmal sitze ich vor einem weißen Blatt Papier und schaue drauf, als wäre es ein Spiegelbild meines Gehirns. Ich hoffe dann zwischen verschnörkelten Gehirnströmen irgend einen Geistesblitz zu erkennen, der eine großartige Idee hervorbringt. Doch sehr oft bleibt es ein weißes Blatt Papier, und ich erkenne in dem Spiegelbild nur meine Unfähigkeit wieder, aus dem Nichts etwas hervorbringen zu wollen. Jeder Künstler braucht ab und zu Inspiration, etwas, das einen beschäftigt, etwas, das man nur in einem Kunstwerk ausdrücken kann. Zum Glück (oder leider) gibt es in dieser Welt genug, was man als Künstler aussagen will. Doch manchmal ist eben zuviel im Kopf, was gesagt werden will, oder eben auch nichts. Abhilfe schafft hier der Inktober. Der Inktober ist eine Initiative von Jake Parker, die jedes Jahr im Oktober stattfindet. Mittlerweile machen Künstler aus der ganzen Welt an dieser Aktion mit. Aufgabe ist es, mit Hilfe von Tinte ein kleines Werk zu erstellen. 31 Tage, 31 Zeichnungen. Und für jeden Tag gibt es ein Thema. Die Liste findet man auf seiner Website oder auf seinem Instagram-Kanal. Die Idee ist einfach großartig: Weltweit sitzen jetzt gerade Leute vor einem weißen Blatt Papier und fangen mit einem Strich an. Und bei jedem entsteht etwas anderes. Happy Inking!

 

Pigs better hide.

Pigs better hide.

Broken

Broken

Meditation rocks

Meditation rocks

Dr. Sketchy’s Zeichen-Therapiestunde

Zeichnen ist für mich eine Art Meditation: Ich konzentriere mich dabei nur auf eine Sache: Das Gesehene irgendwie ästhetisch auf’s Papier zu bringen. Keine unnötigen Gedanken schwirren umher, kein Handy ist wichtiger, nur das Jetzt zählt. Die größte Herausforderung: Entspannt zu bleiben, wenn der Strich nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Das passiert mir oft. Aber ich stemple es als Stilmittel ab.
Gestern fand im Heaven Wiesbaden die erste Dr. Sketchy’s Zeichenstunde im Rhein-Main-Gebiet statt. Das soll anscheinend der neueste Trend aus New York sein. Yeah. Hier treffen sich Illustratoren aller Stilrichtungen und aller Nerd-Ausprägungen und skizzieren Burlesque-Tänzerinnen und Gangster-Männer mit Hüten und Sonnenbrillen. Dabei tönt 20er-Jahre Mucke aus den Boxen.
Drei Stunden Skizzieren, in einem Raum mit Gleichgesinnten und Menschen, die sich gerne zeichnen lassen: Dr. Sketchy’s macht glücklich. Die Veranstaltung sollte von der Krankenkasse gesponsert werden.

Dr. Sketchy's Life Drawing

Dr. Sketchy’s im Heaven Wiesbaden

Suicide petrol pump

Bad times for petrol cars

Bad times for petrol pumps

Nicht nur die Musik wird in den Clubs immer elektronischer. Auch auf den Straßen schlagen bald bei vielen die (Heart-)Beats per Minute höher. Vor allem wohl bei Elon Musk (CEO Tesla Motors): Norwegen will als eines der ersten Länder Europas ab 2025 keine Benzin- oder Dieselautos mehr zulassen. Schlechte Zeiten also für die klassische Zapfsäule. Und bessere Zeiten für die Umwelt. Natürlich nur, wenn die Energie für die Ladestationen aus erneuerbaren Quellen stammt. Doch auch hier hat Norwegen die grüne Nase vorn.

Avocadisco

Let's dance the avocado-dance!

Party im Körper dank gesunder Avocado

Die Azteken müssen ein lustiges Völkchen gewesen sein: Sie haben der Avocado den Namen ahuacatl gegeben, was soviel heißt wie „Hoden“. Die Spanier haben es dann irgendwie hinbekommen, daraus „Avocado“ zu machen. Die Deutschen können aber auch lustig sein, denn sie schreiben „Hass“ auf die Früchte. Als ich das vor ein paar Jahren zum ersten Mal im Supermarkt entdeckte, dachte ich an einen schlechten Scherz, oder an eine seltsam positionierte Marketing-Strategie. Der ernüchternde Grund: Der Entdecker dieser wilden Avocado-Mutation war der kalifornische Postmann Rudolph Hass.

Warum sie trotz dieses Namens so beliebt geworden ist, liegt vor allem an ihren Nährstoffen: Gesunde FettePhytosterole (senkt Cholesterinspiegel und schützt gegen Arteriosklerose), Antioxidantien (schützen die Zellen vor freien Radikalen, vor Blindheit im Alter oder auch Krebs), Vitamine (Vitamin C, E und K, viele B-Vitamine, Folsäure), Mineralien (z.B, Magnesium und Kalium) und Ballaststoffe (sättigt und hilft der Verdauung). Und: in der richtigen Reife schmeckt sie unglaublich lecker (gut für die Seele). Übrigens: Die Avocado im perfekten Reife-Zustand zu öffnen ist fast so spannend wie ein Überraschungsei.

Am besten sind natürlich Bio-Avocados. Hier werden keine Pestizide verwendet und das Ackerland wird im Vergleich nicht zu sehr ausgebeutet.

Also: Party on für die Gesundheit! Aber wie bei jeder guten Party: nicht jeden Tag; denn die Früchte kommen aus Übersee und haben einen langen Weg hinter sich, was sich negativ auf ihren grünen Fußabdruck auswirkt. Es gibt auch heimisches Gemüse mit gesunden Eigenschaften.

 

How to make a space smoothie

Universal ingredients

Das Universum ist im Prinzip eine einfache Sache: Man nehme ein paar Sonnen, Monden und Planeten, bedecke alles mit Liebe (ruhig etwas mehr), dazu eine Prise Kreativität und schubst die ganze Suppe mit Schmackes an. Vor dem Servieren mit dunkler Materie abschmecken und mit Sternenstaub abschmecken.

Natürlich kann man auch alles verkomplizieren und ins Detail gehen. Aber manchmal tut es gut, die Dinge so einfach wie möglich zu sehen: Alles dreht um sich und um andere Objekte, überall vibrieren kleine Teilchen munter umher, alles ist irgendwie verbunden und es gibt so viel, was wir nicht wissen.

Und die Zutat „Liebe“ kann jeder mit ins kosmische Gericht geben. Denn je mehr davon, desto besser schmeckts.