Stop the leaf blowers

Raking Rey

Raking Rey

Stop the leaf blowers

Stop the leaf blowers

Würde Yoda in unserem Universum und zu unserer Zeit leben, hätte er bestimmt gesagt: „Stop the leaf blowers. Start raking you must.“
Laubbläser stinken, lärmen, verbrauchen Ressourcen und wirbeln Dreck und Feinstaub auf. Ich kenne niemanden, der beim Herbstspaziergang sagt: „Oh schau mal, wie schön, ein Laubbläser!“ Ich weiß, die dunkle Seite ist mächtig. Sie lockt mit Anerkennung bei Faulheit.
Es wird Zeit für eine Rebellion. Zurück an die Rechen. Laub kehren hält fit und ist deutlich umweltschonender.
Es muss außerdem nicht immer alles schnell gehen: Macht es wie der Straßenkehrer Beppo in Michael Ende’s MOMO:
>> Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter:
“Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.”
Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte:
“Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.”
Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort:
“Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste.”
Er nickte vor sich hin und sagte abschließend:
“Das ist wichtig.” <<

Das Thema ist nicht neu. Ein verwandter Artikel dazu von mir gibt es hier.

Just let go

Just OM the shit away.

Just OM the shit away.

Langsam einatmen. Kurz innehalten. Langsam ausatmen. Die Aufmerksamkeit liegt nur bei der Atmung. Beim Ausatmen ein langgezogenes Oooooooom sprechen, in einer Stimmhöhe, die als natürlich und angenehm empfunden wird. Ganz entspannt. Vielleicht spürst Du ein angenehmes Vibrieren, das vom Kopf in den ganzen Körper ausstrahlt. Kurz innehalten, nachwirken lassen und wieder einatmen. Dieser Vorgang kann nach Belieben wiederholt werden.
„OM“ ist ein Mantra, das oft zu Beginn und Ende einer Yogastunde von allen gemeinsam gesprochen wird. Es hilft, nervige Gedanken loszulassen und sich nur auf das Jetzt zu konzentrieren. Die Vibration des tiefen „OM“ massiert das Gehirn und beruhigt den ganzen Körper. Und vielleicht auch andere Körper um einen herum.

Der Eisbär

Es war einer dieser Übergangstage zwischen Spätsommer und Herbstkälte: Kinder mit Erdbeer-Eis und kurzen Hosen und alte Frauen mit Mänteln und Mützen. Also alles ganz normal. Bis auf das: Am Straßenrand sah ich einen Eisbären sitzen. Schwitzend. Er sah nicht aus wie vom Zirkus. Dafür war er zu ungeschminkt. Es schien eher, als hätte er eine lange Reise hinter sich.
„Haste mal ’n Eiswürfel?“ fragte er mich. Ich hätte Blickkontakt vermeiden sollen. „Äh tut mir leid.“ – „Crushed Ice geht auch.“ – meinte der Eisbär. „Mein Zuhause ist weggeschmolzen. Mit etwas Eis würde es mir besser gehen.“ – „Achso“. Ich schaute mich um und überlegte kurz, ob ich einem kleinen Jungen das Eis wegschnappen soll. „Hm, in meinem Kühlschrank ist noch etwas Platz. Willste da rein?“ Und so lief ich mit dem Eisbären nach Hause. Mittlerweile sehe ich immer mehr bettelnde Eisbären in der Innenstadt. Leider habe ich keinen Platz mehr für noch mehr Eisbären in meinem Kühlschrank. Nur ein paar Pinguin-Punks konnte ich noch aufnehmen.

"Got some ice cubes?"

„Got some ice cubes?“

Inktober

Manchmal sitze ich vor einem weißen Blatt Papier und schaue drauf, als wäre es ein Spiegelbild meines Gehirns. Ich hoffe dann zwischen verschnörkelten Gehirnströmen irgend einen Geistesblitz zu erkennen, der eine großartige Idee hervorbringt. Doch sehr oft bleibt es ein weißes Blatt Papier, und ich erkenne in dem Spiegelbild nur meine Unfähigkeit wieder, aus dem Nichts etwas hervorbringen zu wollen. Jeder Künstler braucht ab und zu Inspiration, etwas, das einen beschäftigt, etwas, das man nur in einem Kunstwerk ausdrücken kann. Zum Glück (oder leider) gibt es in dieser Welt genug, was man als Künstler aussagen will. Doch manchmal ist eben zuviel im Kopf, was gesagt werden will, oder eben auch nichts. Abhilfe schafft hier der Inktober. Der Inktober ist eine Initiative von Jake Parker, die jedes Jahr im Oktober stattfindet. Mittlerweile machen Künstler aus der ganzen Welt an dieser Aktion mit. Aufgabe ist es, mit Hilfe von Tinte ein kleines Werk zu erstellen. 31 Tage, 31 Zeichnungen. Und für jeden Tag gibt es ein Thema. Die Liste findet man auf seiner Website oder auf seinem Instagram-Kanal. Die Idee ist einfach großartig: Weltweit sitzen jetzt gerade Leute vor einem weißen Blatt Papier und fangen mit einem Strich an. Und bei jedem entsteht etwas anderes. Happy Inking!

 

Pigs better hide.

Pigs better hide.

Broken

Broken

Meditation rocks

Meditation rocks

Dr. Sketchy’s Zeichen-Therapiestunde

Zeichnen ist für mich eine Art Meditation: Ich konzentriere mich dabei nur auf eine Sache: Das Gesehene irgendwie ästhetisch auf’s Papier zu bringen. Keine unnötigen Gedanken schwirren umher, kein Handy ist wichtiger, nur das Jetzt zählt. Die größte Herausforderung: Entspannt zu bleiben, wenn der Strich nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Das passiert mir oft. Aber ich stemple es als Stilmittel ab.
Gestern fand im Heaven Wiesbaden die erste Dr. Sketchy’s Zeichenstunde im Rhein-Main-Gebiet statt. Das soll anscheinend der neueste Trend aus New York sein. Yeah. Hier treffen sich Illustratoren aller Stilrichtungen und aller Nerd-Ausprägungen und skizzieren Burlesque-Tänzerinnen und Gangster-Männer mit Hüten und Sonnenbrillen. Dabei tönt 20er-Jahre Mucke aus den Boxen.
Drei Stunden Skizzieren, in einem Raum mit Gleichgesinnten und Menschen, die sich gerne zeichnen lassen: Dr. Sketchy’s macht glücklich. Die Veranstaltung sollte von der Krankenkasse gesponsert werden.

Dr. Sketchy's Life Drawing

Dr. Sketchy’s im Heaven Wiesbaden